Montag, Mai 20, 2024
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Mit der FIN die Fahrzeuggeschichte prüfen und sicher Gebrauchtwagen kaufen

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Der Kauf oder Verkauf eines Gebrauchtwagens ist mitunter ein heikles Geschäft. Zum einen gibt es zahlreiche Punkte bei der Abwicklung des Kaufs zu beachten, und zum anderen werden Käufer immer wieder übers Ohr gehauen. Fahrzeuge werden optisch aufpoliert, sind aber technisch nicht in Ordnung oder sind mehr Kilometer gelaufen, als angegeben. Eine Überprüfung der Fahrzeugidentifikationsnummer allerdings macht es dubiosen Geschäftemachern schwerer, ein zum Beispiel gestohlenes Fahrzeug weiterzuveräußern. Daher gilt es vor jedem Vertragsabschluss die FIN zu prüfen und die Fahrzeughistorie kennenzulernen.

Was ist die FIN?

Die Fahrzeugidentifikationsnummer ist eine 17-stellige Nummer, die zur eindeutigen Identifizierung eines Fahrzeugs beträgt. Sie ist sozusagen der Ausweis eines Motorrads oder eines Wagens. Die FIN ist unter mehreren Synonymen im Alltag gebräuchlich. Der internationale Begriff dafür ist: Vehicle Identification Number (VIN). Vor 1981 war sie nur als Fahrgestellnummer bekannt. Auch heute noch ist der Begriff gebräuchlich, obwohl nicht mehr korrekt. Die Seriennummer war ebenso unter dem Begriff Rahmennummer einst geläufig.

Wie setzt sich die VIN zusammen?

Die 17-stellige Seriennummer ist für jedes Fahrzeug weltweit einzigartig. Die europäische FIN beruht auf der Verordnung EU 19/2011. Sie wird zur besseren Lesbarkeit und Erkennung in 3 Blöcke unterteilt. Der erste Block ist bezeichnet die Herstellerkennung (World Manufacturer Identifier). Das kann zum Beispiel WDB für die Daimler AG oder WF0 für Ford (Deutschland) sein. Die Ziffern 4 bis 8 geben den fahrzeugbeschreibenden Teil an. International bekannt als Vehicle descriptor section VDS. Darin ist die Baureihe, der Motortyp und die Ausstattung verschlüsselt. Die nächste Ziffer ist eine Prüfziffer. Die 10. Stelle gibt das Baujahr an und die 11. Stelle definiert das Herstellerwerk. Die restlichen Ziffern sind Teil der fortlaufenden Nummer Vehicle indicator section VIS.

Wo findet sich die FIN?

Die Seriennummer taucht gleich mehrfach in den Autopapieren wie auch am Fahrzeug auf. Im Gegensatz zu früher, als die Nummer einfach auf einer Plakette im Motorraum angebracht war, wird sie heute in den Metallrahmen gestanzt. Dadurch erhöht sich die Fälschungssicherheit. Zu finden ist die Fahrzeugidentnummer links am Armaturenbrett etwas über dem Lenkrad. Sie kann ebenso in den Türrahmen eingestanzt sein. Auch im Motorraum, in der Nähe der Scheibenwischanlage, ist sie zu finden. Manche Hersteller bringen die Seriennummer zudem unter dem Ersatzrad an.
Des Weiteren steht die Fahrzeugidentifikationsnummer in der Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld E wie auch in der Zulassungsbescheinigung Teil II. Sie kann außerdem in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs, in Versicherungsnachweisen der Kfz-Versicherung, in Polizeiberichten und in Werkstattunterlagen auftauchen. Damit erhält jedes Fahrzeug eine eigene Geschichte, die sich überprüfen lässt.

Wie lässt sich die FIN überprüfen?

Die Fahrzeugidentifikationsnummer prüfen, gehört zu den wichtigsten Schritten beim Gebrauchtwagenkauf. Auf Webseiten wie automoli.com/de lässt sich in kürzester Zeit die Fahrzeuggeschichte kostenlos überprüfen. Es muss dazu nur die Nummer in das entsprechende Feld eingegeben werden. Nach dem Anklicken des Start-Buttons wird in wenigen Augenblicken die Fahrzeughistorie erstellt. Nutzer können damit US-amerikanische wie auch europäische Fahrzeuge preiswert durchchecken lassen. Wer zum Beispiel für einen Verkauf online ein Auto abmelden will, benötigt ebenfalls die FIN.

Die Fahrzeuggeschichte kennen bringt Sicherheit beim Kauf

Wer die ganze Fahrzeughistorie eines Gebrauchtwagens vor einem Vertragsabschluss kennt, der verringert die Möglichkeit später mit unangenehmen Folgen konfrontiert zu werden. Denn in der Fahrzeuggeschichte, die durch sogenannten FIN-Decoder erstellt wird, finden sich etwa Hinweise zu Verkaufsofferten und ehemaligen Fahrzeugbesitzern. Dazu werden Hinweise zu alten Unfällen veröffentlicht, an denen das Fahrzeug beteiligt war. Überdies erkennt der potenzielle Käufer eines Gebrauchtwagens die Kontinuität der Fahrzeuginspektionen. Zudem lässt sich selbst für den Laien einfach beurteilen, ob das Gebrauchtfahrzeug aus einer einwandfreien Quelle stammt und es sich nicht um ein gestohlenes Fahrzeug handelt.

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