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Marderschutz am Auto

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Besonders vom März bis in den August treten verstärkt Marderschäden am Auto auf. In diesen Monaten liegt die Paarungszeit der Steinmarder. Das bedeutet, die Zeit der Revierkämpfe. Lange nahm man an, dass sich die Tiere aufgrund des Geruchs heißen Gummis oder Kunststoffs angezogen fühlen. So ist es nicht. Es liegt am Artverhalten. Sie finden im Motorraum einen attraktiven Unterschlupf. Er bietet ihnen einen Rückzugsort und dient als Speisekammer. Stark betroffen sind meist Fahrzeuge, die zwischen verschiedenen Orten bewegt werden und im Freien geparkt werden. Sind an beiden Orten Marder, die im Motorraum ihr Revier markiert haben, versuchen die Marder ihr Revier zu verteidigen. Das hat Beißattacken zur Folge.

Was sind die Folgen von Marderbissen?

Jährlich gibt es allein in Deutschland geschätzt einige Hunderttausend Schäden durch Marderbisse. Für die Versicherungen bedeutet das jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe. Für den Fahrzeugeigner bedeutet es unter Umständen eine aufwändige Reparatur und Fehlersuche. Ist der Schaden nicht versichert, kann es auch sehr teuer werden. Die zerfetzte Dämmung im Motorraum ist da das geringste Übel.

Welche Schäden entstehen?

Neben der Dämmstoffe können viele andere Teile beschädigt werden, was zum Teil gefährliche Folgen haben kann. Möglich sind zum Beispiel Kabel, Kühlwasserschläuche, Zündkabel, Kabel zur Lambdasonde, Unterdruck- und Scheibenwaschwasserschläuche, Achsmanschetten und einiges mehr. Das schlimme ist, die Schäden sind oft sehr schwer zu entdecken. Die Zähne der Marder hinterlassen nur stecknadelgroße Löcher, die schwere Folgen haben können. Das kann im schlimmsten Fall bis zum Motorschaden durch Kühlwasserverlust führen.

Was kann man tun?

Der einfachste Weg ist, für sein Fahrzeug einfach einen fertigen Marderschreck erwerben und durch den Fachhandel einbauen zu lassen. Fast jeder Autohersteller bietet inzwischen eigene Lösungen an. Im Netz finden sich zudem viele weitere Lösungsansätze. Die meisten haben tatsächlich eine Wirkung, aber auch Nachteile. Eines soll dabei sichergestellt werden. Das Tier soll vertrieben werden und keinen Schaden nehmen.

Einfach und effektiv für Kabel

Eine einfache und günstige Lösung, die man auch als Laie umsetzen kann, ist eine Kabelummantelung aus Hartkunststoff. Ein geschlitztes Wellrohr, welches einfach über das Kabel gezogen werden kann. Bei Schläuchen dickeren Umfangs und Achsmanschetten ist es allerdings fast unmöglich, mit dieser Variante zu schützen.

Gitter unterm Motorraum

Praktisch, wenn das Auto nur zwischen zwei Standorten bewegt wird, ist ein Hasengitter. Die Marder mögen den unsicheren Untergrund nicht und meiden es, ihn zu betreten. Nachteilig ist die Größe. Bei wechselnden Standorten ist das Mitführen umständlich oder gar nicht möglich.

Eine stachelige Angelegenheit

Eine weitere stromlose Möglichkeit ist die Nadelsperre. Es handelt sich um flexible, mit Nadeln gespickte Kunststoffplatten, die im Motorraum befestigt werden. Der etwas schmerzhafte Kontakt mit den Nadeln vertreibt die Tiere recht zuverlässig.

Unhörbar laut

Ein Marderschutz mit Ultraschall hat bei genügend Schalldruck eine gute Schutzwirkung. Der ausreichende Druck ist allerdings nur bei Näherung der Tier auf 20-30 Zentimeter vorhanden. Im engen Motorraum befinden sich viele Hindernisse, was den Ultraschall wirkungslos macht. Bei der Installation eines solchen Marderschutzes ist zu beachten, dass der Ultraschall von den Oberflächen im Motorraum reflektiert werden kann. Da die Geräte Strom aus dem Bordnetz benötigen ergibt es keinen Sinn mehrere zu verbauen. Zu günstige Geräte arbeiten zudem oft mit Schalldrücken, die das Gehör der Tiere schädigen und beim Menschen schlimmstenfalls ein Knalltrauma verursachen können.

Der Weidezauneffekt

Zu guter Letzt gibt es Marderschutz, der auf Stromschlag basiert. Diese sind für Mensch und Tier unbedenklich. Im Motorraum verteilte Metallplättchen kommen beim Spiel- und Erkundungsverhalten des Marders mit Sicherheit in Kontakt mit dem Tier. Es gibt Geräte mit sehr geringer Stromstärke. Optimal sind solche mit eigener Stromversorgung, da sie das Bordnetz nicht angreifen und man kann eine Fehlerquelle ausschließen.

Fazit: Der Möglichkeiten gibt es viele

Für welchen Marderschutz man sich entscheidet, ist eine Glaubensfrage. Jeder hat seinen eigenen Ansatz. Nicht selten ist auch die Wirksamkeit bei dem einen Marder gegeben, beim anderen wiederum nicht. Im Netz finden sich auch einige Hausmittel, deren Wirksamkeit jedoch oft wirklich eine Glaubensfrage ist.

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